Atomkraft – Nein danke! AKWs und jetzt?
Erstellt von Benjamin Bergner am 20. März 2011
Die Bilder aus Japan erschüttern die Welt. Nicht nur hier in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt. Doch wollen scheinbar nur wir Deutschen, solche Katastrophen in Zukunft nicht mehr haben. Denn überall auf der Welt wird trotz der aktuellen Geschehnisse, werden weiter neue AKWs gebaut. Das die Sicherheitsstandards in den Neubauten größer sein wird, setzen wir mal voraus, doch kann man wirklich aus dem aktuellen Unglück, ich möchte es mal so nennen wirklich Rückschlüsse und Konsequenzen schließen.
Ich vermute mal nicht!
Das unsere Kanzlerin, 24 Stunden nach dem Sie im Fernsehen selbst erklärt hat, dass nach menschlichem ermessen, die in Deutschland aktiven AKWs sicher wären, ein Moratorium erlässt, was „NUR“ für drei Monate gilt ist schon ein Skandal. Entweder steht Sie zu dem was Sie sagt und die AKWs in Deutschland sind sicher oder erlässt ein herunterfahren der AKWs auf unbestimmte Zeit um diese einem Sicherheits-Check zu unterziehen.
Denn eines muss jedem in Deutschland klar sein, dass eine Sicherheitsüberprüfung von mindestens sieben AKWs nicht innerhalb von drei Monaten erfolgen und abgeschlossen sein kann. Doch wenn man den Regierungssprecher Pofalla richtig versteht, gibt es von Regierungsseite keine Energiewende, sondern ist es nur eine reine Marketingstrategie um die Landtagswahlen halbwegs zu überstehen.
Es war Frau Merkel, Herr Westerwelle und Herr Röttgen, die für die Verlängerung der Laufzeiten gestimmt haben, die AKWs für Sicher erklärt haben und jetzt eine Auszeit verkündeten. Wissen diese Herrschaften überhaupt, was Sie noch tun oder wollen Sie sich nur retten.
Alle Regierungsvertreter haben einen Eid geschworen, der beinhaltet, das Deutsche Volk vor schaden zu bewahren!!! Also nehmen Sie bitte diesen Eid ernst und schützen Sie uns vor solchen Katastrophen wie jetzt in Japan!
Das man nicht alle AKWs von heut` auf morgen abstellen kann ist verständlich. Doch muss ein zeitnaher ausstieg geschehen. Dass erneuerbare Energien, nicht unbedingt auch zu höheren Strompreisen führen müssen, zeigen einige Stromanbieter schon heute. Und wenn man sieht, was die Katastrophe von 1986 in Tschernobyl, noch heute kostet und was zur Sicherheit alles getan werden muss, sollte man vorbeugen. Denn die Folgekosten sind nicht abzusehen. Genauso wie mit der Endlagerung der Brennelemente. Auch hier, darf sich kein Bundesland entziehen, wo Atomkraft erzeugt wird. Nicht Bayern und auch nicht Baden-Württemberg. Es kann nicht sein, dass ein Nicht-geeigneter Salzstock in Gorleben genutzt wird, was schon in den 80-zigern und 90-zigern als NICHT-tauglich eingestuft wurde.
Ich fordere die Bundesregierung auf jetzt zu handeln, korrekt und überlegt, und nicht irgendwas, was absolut nichts bringt. Wenn nicht, dann treten Sie bitte zurück, damit Deutschland von Leuten regiert werden kann, die dazu fähig sind und sich dieser Verantwortung auch bewusst sind.
Euer Benjamin Bergner aus Luckenwalde
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