Fotografie: Die Jagd nach den Seelen

Landschaft, Porträt, Klassischer Akt, Natur: Wer fotografiert, versucht das Herz, das Innerste, einen bestimmten Ausdruck einzufangen. Doch einfach nur knipsen und das Meister-Foto ist im Kasten – so einfach funktioniert es leider nicht.

Das Motiv

Was möchte ich eigentlich fotografieren? Der Fotograf sollte sich Gedanken darüber machen, wie er das gewünschte Motiv „einfangen“ möchte. Soll es ein gestelltes Bild (Akt, Porträt), oder eine Momentaufnahme (Landschaft, Natur) werden.

Der Vorteil bei gestellten Bildern liegt auf der Hand: Die Perspektive kann bestimmt werden. Größter Fehler, der von Laien hier regelmäßig begangen wird ist die Stellposition des zu fotografierenden Objekts. Wichtig ist hier der Abstand zwischen Hintergrundeben und der Hauptebene.

Die Momentaufnahme gestaltet sich aus organisatorischer Sicht schwieriger. Schließlich kann der Fotograf nicht wissen, wann der Moment für das perfekte Bild eintreffen wird. Hier ist eine Bilderreihenfunktion ratsam. Hinzu kommt das Beobachtungsverständnis. Egal ob digitale oder analoge Kamera: Selbst mit Uralt-Geräten können atemberaubende Bilder entstehen. Die Fotografie ist dann das Endresultat einer guten Beobachtung.

Doch gute Bilder entstehen selten nur aus dem Stand. Wer Skrupel dabei empfindet, sich auf eine verdreckte Straße zu setzen, sollte diese ablegen. Auch das Rollen durch nasses Gras, stundenlanges Liegen an einem übelriechenden Sumpf, etc. sind es allemal wert, wenn letztendlich das perfekte Bild geschossen wird.

Die Technik

Anfänger sind mit einer handelsüblichen, digitalen Freizeit-Kamera gut bedient. Um mit dem Gerät vertraut zu werden, reicht zunächst die Automatikfunktion. Wer mit Brennweite, Blitzeffekten und Co. spielen möchte, darf sich in den analogen Bereich vorwagen.

Die zwei wichtigsten Gestaltungselemente: Blende und Belichtung

Auch Unschärfe ist ein Gestaltungsmittel und lenkt den Blick des Betrachters auf das Hauptmotiv. Deshalb sollte vor dem eigentlichen Fotografieakt die Blendenvorwahl getroffen werden.

Wer schnelle Bewegungen scharf dargestellt haben möchte, setzt sich mit der Belichtungszeit auseiander. Diese wird in Bruchteilen pro Sekunde (Bsp: 1/1.000 Sekunden) angegeben. Bei Spiegelreflexkameras ist diese Einstellungen meist mit der Abkürzung „Tv“ (time value) gekennzeichnet. Umso kürzer die Belichtungszeit und umso besser die Lichtverhältnisse desto höher kann diese eingestellt werden. Selbst ein Badmintonaufschlag mit einer Geschwindigkeit von über 300 km/h ist dann scharf auf dem Bild eingefangen. Andersherum kann eine niedrige Belichtungszeit für tolle Effekte bei Abend- und Nachtaufnahmen sorgen. Lichtschweife hinter einer Autoschlange, ein Kometenschwarm, etc. bekommen dann einen tollen Akzent. Achtung: Bei einer Belichtungszeit unter 1/60 besteht die Gefahr von verwackelten Fotografien. Wer eine Kamera mit Bildstabilisator besitzt, sollte diesen dann anwenden.

Die Bildnachbearbeitung

Manchmal möchte der Fotograf einfach mehr. Eine rote Erdbeere auf sonst grauem Hintergrund, ein gelber Regenschirm auf schwarz-weißer Stadtkulisse: Die Möglichkeiten sind vielfältig.
Mittlerweile reicht für den Hobbyfotografen Freeware wie das Bildbearbeitungsprogramm „gimp“ aus. Ob freigestellte Fotografien, Collagen, Farbsättigung, Negativabzüge oder Über- und Unterbelichtung: Diese Programme machen es möglich.

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